Donnerstag, Januar 31, 2008

Oha: ein Wunder ist geschehn!

Das hätte wohl keiner von den Kamerabeobachtern gedacht (und ich auch nicht ;-) : gestern wurde die Kabelverbindung zur Pinguinkamera 2 wieder hergestellt! Das ist natürlich super! Tausend Dank an die mir unbekannten Helfer! Jetzt können wir doch noch einen Teil der restlichen Brutsaison miterleben.

Samstag, Januar 12, 2008

Schwerer Sturm am 9. Januar 2008

Viele Zuschauer aus der ganzen Welt haben mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen, dass keine Bilder von Pinguinkamera 2 mehr übertragen werden können. Die Naturgewalten haben ihren Tribut gefordert...

Der erste schwere Sturm der Brutsaison hat die Bildübertragung leider beendet: das Kabel ist gegen 13.00 UTC kurz hinter der Antenne abgerissen. Der schwarze Schutzschlauch liegt seitdem lose am Boden. Er sollte das Netzwerkkabel davor schützen, dass es bei Sturm an der Betonkante des Antennenfundaments durchgescheuert wird. Das hat er wohl auch sehr gut gemacht, aber leider ist das Kabel an einer anderen Stelle gerissen. In Zeitrafferaufnahmen der Webcambilder kann man gut sehen, dass es in den Stunden vor dem Kabelriss starke Vibrationen im gesamten Kabelbereich an der Betonkante gab.

Tja, da kann man leider gar nichts machen, in dieser Brutsaison gibt es definitiv keine Bilder mehr. Nachdem jetzt schon zum zweiten Mal nach 2006/2007 das Kabel gerissen ist, muss man damit rechnen, dass dieser Kamerastandort einfach zu viele Risiken in der Erschließung in sich birgt und wir ingesamt sogar die letzten Bilder von dieser Kamera gesehen haben.




Noch viel gravierender ist so ein Sturm natürlich für die Pinguine: wie immer, wenn ein schwerer Sturm mitten zur Brutzeit zuschlägt, hat es Opfer gegeben. Einige Nester wurden aufgegeben, obwohl hier schon ohne jeden Zweifel Küken geschlüpft waren:




Zum Glück war es bislang nicht so schlimm wie 2005, als mindestens 12 Nester im Kamerabild von Pinguinkam 1 im Monstersturm ab dem 17. November aufgegeben wurden, siehe ==> HIER und HIER



Kann man die Nester von Pinguinkamera 2 irgendwie im Bild von Kamera 1 sehen?

Sehr viele Zuschauer fragen sich jetzt natürlich, was wohl aus den kleinen Pinguinen im Bild von Kamera 2 geworden ist. Dazu habe ich Aufnahmen von Pinguinkamera 1b (Weitwinkel) und 2a (Weitwinkel) verglichen. Es ging speziell um die Frage, ob man auf dem Kamerabild 1b eventuell die Brutpaare der zweiten Kamera erkennen kann. Würde die Frage mittlerweile mit einem klaren JA beantworten. Man kann das Hauptnest vom Telebild 2b identifizieren (es ist allerdings leicht von einem etwas weiter vorne liegenden Nest verdeckt, das im Weitwinkelbild von Pinguinkamera 2 nicht mehr zu sehen war, es müßte dort etwas links außerhalb des Bildes liegen) und das Nest eins links davon.
Auf den Weitwinkelbildern von 1b kann man gut sehen, ob ein Pinguin ganz hinten am "Minihügel" (wo Kam2 steht) den Rücken zur Kamera dreht oder umgekehrt, oder ob er sich momentan hingelegt hat usw. Dann habe ich die Bilder mit Kamera 2a verglichen (gleiche Uhrzeit) und siehe da, das Resultat war schnell eindeutig.

Hier eine kleine Übersicht der ersten Recherche:



Leider ist es bei der derzeitigen Auflösung von Pinguinkamera 1 nicht möglich, irgendwelche Jungvögel im Weitwinkelbild-Hintergrund zu erkennen. Generell ist die Kamera in der Lage, Bilder der Auflösung 1280 x 960 Pixel zu übertragen (momentan auf 640 x 480 eingestellt). Mit der höheren Auflösung könnte man eventuell Jungvögel ab einer bestimmten Größe erkennen.

Samstag, Januar 05, 2008

Um hundemüde zu werden...

... braucht man kein Hund zu sein:

1, 2, 3: Feuer!



==> mehr (pdf)

Augenblicke in die große, weite Welt...

Individuelle Unterschiede im Gefieder

Hier noch mal eine direkte Gegenüberstellung der individuellen Federstruktur im Kopfbereich von Männchen und Weibchen im Bild von Pinguinkamera 2:


Klickbild


Siehe ==> http://pinguinkamera-antarktis.blogspot.com/2007/11/


Wichtig: es handelt sich hier NICHT um einen generellen geschlechtsspezifischen Unterschied, sondern lediglich um einen individuellen Unterschied! Das heißt: bei einem anderen Brutpaar werden die Unterschiede in der Kopfzeichung wieder ganz andere sein! Für das menschliche Auge sind männliche und weibliche Eselspinguine rein äußerlich NICHT voneinander zu unterscheiden.

Dienstag, Januar 01, 2008

Zwei Küken geschlüpft


Klickbild: rechts unten ist ein kleiner Mini-Pinguin zu sehen, sein Kollege ist gerade unter der Wärmedecke versteckt. Man sieht aber den zweiten "Mini-Flügel". Der Schlupftermin war irgendwann gestern oder vorgestern, wegen des windigen und feuchten Wetters sind die Eltern aber nur sehr selten vom Nest aufgestanden. Wenig Chancen auf 'ne gute Aussicht.
Jetzt startet die Wachstumsrakete: das Körpergewicht der Küken nimmt jetzt täglich zwischen 10% und 25% zu, da wartet ne Menge Tauch- und Jagdarbeit auf die Eltern!


Zwei Videos:

1. Eselspinguin-Küken im Shedd Aquarium:
http://www.youtube.com/watch?v=Fb2CgPihJOk

2. Fütterung (in irgendeinem Zoo aufgenommen):
http://www.youtube.com/watch?v=nbcI1OapTMg

Sonntag, Dezember 30, 2007

Ei "angepickt"!



Gut zu sehen: ein Loch in der Schale! Genau 35 Tage sind seit dem Legen des ersten Eies vergangen.

Schwere Arbeit für das Küken: mehrere Stunden dauert es, sich aus dem Ei ins Leben zu schaffen! Die Alttiere sind aber schon vorher informiert, denn lange vor dem Schlupfakt steht das Küken in Lautkontakt mit seinen Eltern und meldete seine baldige Ankunft. Ursache ist die Lautverständigung des Küken mit seinen Eltern durch die Eischale hindurch. Aus der Eierschale befreien muß sich jedes Küken aber selbst.

Nur ein wichtiges Werkzeug hat der kleine Pinguin: den Eizahn.

Der Eizahn ist ein recht unscheinbares Gebilde an der Spitze des Oberschnabels. Mit Hilfe dieser Struktur wird die Schale Millimeter für Millimeter am stumpfen Pol des Eies (dort liegt der Kopf des Kückens), durchbrochen. In winzigen Stücken drückt das Küken dann keilförmige Stücke aus der Schale heraus und dreht sich dabei langsam um seine Längsachse. Nach einer kompletten Drehung ist der stumpfe Pol des Eies abgelöst. Dann kommen zuerst die Beinchen aus dem Rest der Eischale heraus. Übrigens: Eierschalen von geschlüpften Vögeln kann man daran erkennen, daß der stumpfe Pol des Eies kreisförmig und sägezahnartig vom Rest des Eies abgetrennt ist.

Samstag, Dezember 29, 2007

Bei Wind und Wetter...


... wird gebrütet.

Aufnahme vom 28.12. 2007

Erste Küken und Besuch


In diesem Nest sind schon zwei Küken geschlüpft! Im "TeleNest" (PinguinKamera 2) dauert es noch ein bisschen...



Vorne links: zwei Adeliepinguine schauen sich in der Eselspinguin-Kolonie um. Letztes Jahr haben wir im Ende November einen Adeliepinguin beobachten können...


Linkes Nest...

Mittwoch, Dezember 26, 2007

Wie lange noch ohne Orkan?

In dieser Brutsaison gab es bislang so wenig Orkane wie noch nie seit Beginn der Pinguinwebcam-Übertragung im September 2004. Doch irgendwann wird das Wetter wieder gnadenlos zuschlagen. Momentan deuten die Modelle ein großes Sturmfeld an, das sich langsam aber stetig von Westen auf die antarktische Halbinsel zubewegt:



Datenquelle:
http://cimss.ssec.wisc.edu/model/realtime/cras48_SP/antarcticUR.html

Link zu aktuellen Modellkarten: http://www.martingrund.de/pinguine/wetter.htm

Sonntag, Dezember 23, 2007

Vorweihnachtsstimmung...

Hier noch ein paar Bilder aus unserer Pfälzer Winterwelt:
http://nabu-neustadt.blogspot.com/

Heimischer Winter...

Während es in der Antarktis auf den Hochsommer zugeht, hat hier in der Pfalz intensiver Raureif die Landschaft verzaubert! Grandioser Anblick. Die Eiskristalle sind bis zu 2 cm lang. Fast so schön wie Schnee. Oder noch schöner... Lange wird die Pracht aber nicht mehr halten. Hier ein paar Bilder, die ich gerade eben aus dem Dachgeschoss aufgenommen habe:



Kleines Panorama in Richtung Pfälzerwald (UNESCO Biosphärenreservat)


Blickrichtung Hambach mit St. Jakobus-Kirche, das Hambacher Schloss liegt noch im Nebel...





Blick von meinem Balkon auf den Eis-Nussbaum...


Blick vom Balkon nach Norden


Meine private "Pfalz-WetterKamera" ist auch schon festlich geschmückt. Übrigens auch eine MOBOTIX wie die Pinguin-Kams.


Eiskristalle am Netzwerk-Kabel...


Webcambild von 10.32 Uhr

Montag, Dezember 17, 2007

Hecheln in der AntarktisSommerSonne

Der antarktische Sommer kann auch ganz ordentlich Dampf machen. Wenn er will. Heute ist's jedenfalls so warm, dass alle brütenden Pinguine im Bild von Kamera 2 mit geöffneten Schnäbeln hecheln. Die Windstille trägt natürlich auch ihr Teil dazu bei.



Mehr Infos zu "hecheln" => Wikipedia


Klickbild: allen brütenden Pinguinen ist's heute ganz schön warm geworden!