Dienstag, Dezember 01, 2009

Schwerer Orkan und die Folgen



Quelle: http://ivs.bkg.bund.de/vlbi/ohiggins/

Der Orkan der verg. Tage hat gnadenlos unter den Brutpaaren gewütet: sehr viele Nester wurden verlassen, es ist nicht zu erwarten, dass es hier noch mal zu einem erfolgreichen zweiten Brutversuch in dieser Saison kommt. Um so drastischer fällt die Bilanz aus, wenn man bedenkt, dass es wohl noch nie so viele Nester gab wie in diesem Jahr.

Die Daten der deutschen Station lassen erahnen, wie hochgradig zerstörerisch dieses Wetterereignis war: insgesamt über 10 Stunden lag die mittlere Windgeschwindigkeit über 150 km/h, ca 2 Stunden sogar im Bereich von 200 km/h. Nur die Neststandorte in irgendeinem Windschutz in Kombination mit dem abgrundtiefen Bruttrieb/Überlebenswillen einzelner Brutvögel hatten Bestand. Nach meinem Empfinden die heftigsten Folgen eines Orkans für die Pinguine seit Beginn der Kameraübertragung. Im vorderen Bildbereich haben wohl nur 5 von ehemals ca. 18 Neststandorten den Orkan mehr oder weniger schadlos überstanden. Die Paare, welche ihre Gelege verloren haben, werden in der ersten Zeit natürlich noch zu ihrem Nest zurückkehren - dann aber nur auf einem steinernen, toten Nichts sitzen. In einzelnen Fällen könnte es zu einem Nachgelege kommen, da die Brutzeit für manche der neuen Paare erst begonnen hatte.
Dieses Ereignis zeigt auch wieder, welchen unglaublichen Vorteil der Brutplatz auf dem Absatz des Betonfundaments hat. Die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Brut ist durch den Windschatten hier besonders hoch!


Erste Bilanz: so weit es aktuell zu übersehen ist, sind diese gekennzeichneten Neststandorte im Orkan verlassen worden (über 60% aller Nester)

Freitag, November 27, 2009

Freitag, Oktober 09, 2009

Erste Pinguine...







Danke Norbert für die Schnappschüsse...!

Der erste Eselspinguin der Brutsaison 2009/2010 wurde also offensichtlich am 2. Oktober 2009 gesichtet. Oder hat irgendjemand einen früheren Bildbeleg?

Freitag, September 25, 2009


Klickbild: nach einem Sturm haben die Wellen das Eis auf der linken Seite schon deutlich "angefressen"...

Samstag, September 19, 2009

Wann verschwindet das Küsten-Eis?

Auf diesem Bild ist im Hintergrund das offene Meer als dunkler Streifen zu sehen, während der Küstenbereich noch komplett zugefroren ist:



Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Eselspinguine nach dem langen Winter erst dann am Nistplatz auftauchen, wenn die Küste (nahezu oder komplett) eisfrei ist. Meist ging dem ersten Auftauchen der Pinguine ein Sturm/Orkan voraus, wodurch das Eis gebrochen wurde.

Donnerstag, August 20, 2009

Orkanschäden?


Dach im intakten Zustand


Offensichtlich beschädigte Dachkonstruktion


Schnee im beschädigten Bereich





Im fraglichen Zeitraum (25.7.2009 bis 28.7.2009) gab es über mehrere Tage heftigen Sturm - bis sich irgendwann der Windsensor verabschiedet hat. Bleibt zu hoffen, dass der eigentliche Technikbereich verschont geblieben ist und die Kampagne 2009/2010 nicht zu extrem beeinträchtigt wird. Für einen Laien sieht das anhand der Webcambilder nach einer größeren Beschädigung aus...

Nach meinen rudimentären Kenntnissen befindet sich im betroffenen Bereich der Küchen- und "Wohnzimmer"-Trakt. Im Idealfall sind alle Baueinheiten durch hermetisch abgeschlossene Türen voneinander getrennt...

Freitag, April 10, 2009

Wintersaison

Wahrscheinlich wird dieses Jahr zum ersten Mal Pinguinkamera 2 nicht abgebaut, sondern den gesamten Winter über an Ort und Stelle bleiben.

Dienstag, Februar 24, 2009

Evolution des Skisprungs


Quelle: Wikipedia



Seit 1905 hat sich die Absprungtechnik beim Skisprung stetig weiterentwickelt. Hier ein Eselspinguin beim Training.


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Samstag, Februar 21, 2009

Mauser

Die ersten Pinguine sind in der Mauser, eventuell handelt es sich um Vögel, die keine erfolgreiche Brut hatten (siehe Pinguin vorne rechts an der Betonkante)...
Üblicherweise geht der Biorythmus wohl so: nach einer erfolgreichen Brut haben die erwachsenen Pinguine recht viel Gewicht verloren. Sobald der Nachwuchs unabhängig geworden ist, starten die Eltern eine exzessive Fressorgie und fressen sich in recht kurzer Zeit einen respektablen Fettvorrat an. Danach geht's an Land zur Mauser, schwimmen gehen (und damit Nahrungsaufnahme) ist in dieser Zeit wochenlang tabu. Um Energie zu sparen, stehen die mausernden Pinguine meistens bewegungslos herum...

Freitag, Februar 06, 2009




Super! :-)

Jetzt gibt es doch noch Bilder vom alten Standort der Pinguinkam 2:




Tausend Dank an die entsprechenden Akteure auf GARS O'Higgins!

Samstag, Januar 24, 2009

20 Tage später...


Eines ist sicher: diese beiden Jungpinguine sind aktuell nicht vom Hunger bedroht. Durch den dicken Bauch liegt der Schwerpunkt schön niedrig, sodass sie bei Sturm auch nicht so schnell umfallen! ;-)

Sonntag, Januar 04, 2009

Samstag, Januar 03, 2009

Spitzenreiter der Vendee Globe nähern sich Kap Hoorn

Vendée Globe, die bedeutendste und härteste Non-Stop-Regatta für Einhandsegler: einmal um den Globus. Aktuell nähern sich die beiden Spitzenreiter Kap Hoorn. Das Rennen findet zu einem großen Teil in den stürmischen und äußerst gefährlichen antarktischen Gewässern statt und stellt daher an die Teilnehmer höchste Anforderungen. Bereits mehrfach ist es zu schweren, auch tödlichen Unfällen gekommen.

Nach der Hälfte des Rennens sind schon 15 der ursprünglich 30 Segler mit Mastbruch etc. ausgeschieden...

http://www.vendeeglobe.org/en/news/

Freitag, Januar 02, 2009

'DOEN' (Do It!)

http://www.tractortractor.org/

Die unglaublich symphatische Geschichte der niederländischen Künstlerin Manon Ossevoort die mit einer gehörigen Portion Abenteuerlust mit einem alten Traktor schon bis nach Südafrika getuckert ist (==> bisheriger Weg). Ihr Traum ist jedoch noch viel spezieller: sie will nach Südamerika weiterfahren, bis nach Kap Hoorn (oder zumindest bis zum letzten festen Land auf südamerikanischem Boden.) Und dann beginnt das eigentliche Abenteuer: sie will weiter zum Südpol. Ob zu Fuß, ob mit dem Traktor? Mal sehen, wie das Leben mitspielt...

Ihr Statement zur Reise:

As a theatre maker I came up with a plan for a journey.
A journey of a little girl on a tractor.
A journey to the end of the world, and back.
But what is the end of the world?
If I was a child, I would say: the South pole!
As an adult I said: the worst war-country I can imagine.
Both voices, the one of the child and the one of the adult, said: We want to go!
Then I thought: All right, we’ll just dó that.

Unterwegs führt sie Theaterstücke auf, um auf die Arbeit

Zitat von der Webseite: "She is performing her theater show 'DOEN' (Do It!) in some post-conflict countries on her way, and raising money for War Child. "

Meldung in Spiegel Online:

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,598712,00.html

Reise unterstützen: 

Wer möchte, kann im "Shop" der Künstlerin z.B. T-Shirts kaufen, sehen wirklich witzig aus:

==> http://www.tractortractor.org/shop/index.php?lang=eng