Dienstag, November 30, 2004


... schon warm genug für ein T-Shirt....

Sonntag, November 28, 2004

Welche National-Flaggen sind das?

Zur Zeit sieht man beim Radioteleskop zwei Nationalflaggen:


Die eine ist ja klar: ==> BRD -- aber die Andere?? Hat jemand ne Idee? Einen Kommentar kann man übrigens schreiben, indem man auf "comments" unter dem Beitrag klickt und dann auf "Post a Comment". Bin mal auf die Vorschläge gespannt -- wenn überhaupt welche kommen *hehe*




Antarktischer Morgen:

Samstag, November 27, 2004

Donnerstag, November 25, 2004









Spur im Schnee



War es ein Pinguin oder eine der "Antarktis-Tauben"?
Die Spur ist vergangene Nacht entstanden.



Spuren im Schnee



Wer immer in den Fußspuren anderer geht, kann nie überholen.

Unbekannt









Sonntag, November 21, 2004

Sind schon die ersten Küken geschlüpft?

Es wurde gefragt, ob denn schon Küken geschlüpft sind.
Zitat von einem Kamera-Beobachter: "Ich überlege gerade ob eventuell bei einem Pinguinpaar schon Küken angekommen sind. Das erste Paar auf dem Mauervorsprung. Weil der Pinguin nicht liegt. Vielleicht täusche ich mich auch."

Antwort: Das Bildarchiv zeigt am 28. Oktober für längere Zeit keine Pinguine am Brutplatz (es herrschte Sturm und Dauerfrost). Da die Pinguineier NICHT frostresistent sind und die Brutzeit mind. 35 Tage beträgt, ist es so gut wie ausgeschlossen, dass schon Küken geschlüpft sind. Die ersten Pinguine scheinen ab dem 3. bis 5. November mit dem Brüten begonnen zu haben. Erst ab diesem Zeitpunkt sind die ersten Nester dauerhaft mit mind. einem Pinguin besetzt.

Das Schlüpfen der ersten Küken ist daher Anfang Dezember zu erwarten, ich persönlich vermute im Zeitraum vom 5. bis 10 Dezember.

Mittwoch, November 17, 2004

Warum kleine Steinchen bei Pinguinen so begehrt sind

Überall wo Pinguine auf der antarktischen Halbinsel brüten, sind sie auf der Suche nach dem begehrtesten Material im Pinguinleben (außer Fisch, Krill, Tintenfischen... ;-): kleine Steinchen, die man im Schnabel transportieren kann! Diese Kleinodien dienen den Pinguinen nämlich als Nistmaterial. Man stelle sich vor: Sogar Sex von weiblichen Pinguinen als Gegenleistung für anschließend geklaute Steine wurde in einer wissenschaftlichen Untersuchung zweifelsfrei nachgewiesen. Die gewieften Weibchen der Adelie-Pinguine auf der Ross-Insel machen einen Seitensprung bei weibchenlosen, aber "steinreichen" Männchen, um danach - quasi als Gegenleistung – Steinchen vom Nest des noch vor Glück besinnungslosen ;-) Männchens zu klauen. Einige Weibchen kehrten sogar mehrfach vom eignen Nest zu dem "steinreichen " Männchen zurück und schafften es dadurch teilweise auf bis zu 62 Steine in einer Stunde. (Fiona Hunter, Uni Cambridge)
Erbitterte Streitigkeiten um Steine zwischen fest etablierten Paaren sind an der Tagesordnung. Herr Wojdziak von der Forschungsstation beschrieb es mal launig so: "Wenn jeder jedem was klaut, kommt auch nichts weg".

Was ist die biologische/ökologische Ursache?

Zum Verständnis kann das Webcambild herangezogen werden: Die Tagestemperaturen haben sich mitterweile bei knapp über 0 Grad Celsius eingepegelt, teiweise regnet es, der Untergrund ist zweifellos in allen felsfreien Bereichen ziemlich schlammig, Schmelzwasser rinnt den Hang hinunter. Siehe WebcamBild:


Je höher ein Nest sich über diesen Untergrund aus geschmolzenem Schnee und schlammigen Bodenanteilen erhebt, desto besser die Brutchancen. Denn wenn das Ei mit der Unterseite mit eiskaltem Wasser in Berührung kommt, dann hilft alles Brüten nichts: das Ei wird früher oder später absterben. Das selbe gilt für die Küken: Ist der Nestuntergrund durch Schmelzwasser (später auch durch kalten Regen) eiskalt, so hat das Küken geringere Überlebenschanchen. Ein gutes Nest bedeutet also für die Eselspinguine: Das Nest ist möglichst hoch über dem Schmelzwasserbereich!
Und wer die meisten Steine hat, dessen Eier und Küken haben wesentlich bessere Überlebenschancen, weil sein Nest höher liegt. Und wenn mal von oben bei starkem Regen oder nach starkem Schneefall mit anschliessendem Tauwetter das Wasser von oben kommt: dann läuft es zwischen den Steinchen wunderbar ab, sie wirken nämlich wie eine Drainage!

Was passiert, wenn im antarktischen Frühjahr am Brutplatz extrem viel Schnee liegt, könnt ihr hier sehen: in Legenot haben diese Eselspinguine ihre Eier direkt auf den Schnee legen müssen, weil ihre vorjährigen Steinnester noch unter ca. 1,50 Schnee liegen! Durch die große Brutwärme, die ihr Bauch abgibt, sind sie schon tief "eingeschmolzen" und es wird von Fällen berichtet, wo diese armen Tiere dann jämmerlich in ihrem Eisgrab gestorben sind, da sie zu tief eingeschmolzen waren! Kamen nicht mehr raus!!
http://tilenius.homestead.com/ant045.html
Auf diesem Bild ist die bedauerliche Kolonie von weitem zu sehen: im rechten Bildteil sieht man gut an einer Stelle die gewaltige Schneeauflage auf dem Felsen!
http://tilenius.homestead.com/ant012.html

Selbst die bekannten Kaiserpinguine (die vollkommen ohne Nest mitten im antarktischen Winter brüten) legen das Ei ja nicht einfach auf's Eis, sondern in eine spezielle Hautfalte zwischen den Beinen. Eselspinguine sind dazu nicht in der Lage! Der direkte Eikontakt mit Wasser und Eis ist also bei allen Pinguinarten tabu!

Tolle Pinguingedichte!

Auf dieser Seite von Tara Tamon gibt es sehr pfiffige Pinguingedichte von ihr, bitte beachtet aber das Copyright!

http://www.tara-tamon.de/gedichte_liste_pingu.html

Dienstag, November 16, 2004

Aktueller KolonieStatus

Die meisten Pinguine sind jetzt wohl feste am Brüten. Vor der Mauer und auf dem Sims brüten insgesamt 9 Paare, je nach Belichtungsverhältnissen sind die Kegelnester aus kleinen Steinen schön zu erkennen.

Montag, November 15, 2004

Jetzt japanische Seitenversion online

Da die Seitenstatistik weiterhin sehr viele Kamerabesucher aus Japan ausweist, ist jetzt mit Hilfe von Mark Nakamura aus Kalifornien eine eigene Sprachversion online. Logisch, dass die Seite nur mit japanischem Zeichensatz (ISO-2022-JP) korrekt angezeigt wird...

http://www.martingrund.de/pinguine/japan.html

Freitag, November 12, 2004

Ökotouristen erschrecken brütende Pinguine

Neue Studie über die Antarktis belegt: "Ökotouristen" versetzen brütende Pinguine in Angst und Schrecken

Eine stark steigende Zahl von TouristInnen reist jährlich in die Antarktis, um die Tierwelt aus nächster Nähe zu beobachten. Doch die Begegnung zwischen Tier und Mensch lässt den Puls der brütenden Pinguine doppelt so stark in die Höhe schnellen als das Herannahen ihrer natürlichen Feinde, zeigt eine neue Untersuchung der australischen Universität von Melbourne. Trotz dieser Forschungsergebnisse seien die Reiseveranstalter nicht bereit, einen grösseren Abstand als die üblichen fünf Meter zu den Pinguin-Kolonien zu halten, sagt die Forscherin Dr. Melissa Giese. Denn die Fotos in den Reiseprospekten weckten bei den TouristInnen die Erwartung, dass auch sie ganz nah an die Tiere heran können.

Der Tourismus in die Antarktis hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Mit 14'000 Schiffreisenden lag die Zahl der TouristInnen in der soeben zu Ende gegangenen Sommersaison rund 40 Prozent über jener des Vorjahrs. Fast alle Reisen führen in den Norden der antarktischen Halbinsel und zu den umliegenden Inseln. Dort konzentrieren sie sich auf jene kleinen Gebiete, die den Seehunden und den Vogelkolonien zur Verfügung stehen. Da die Hauptsaison des Tourismus zudem mit der Hauptbrutzeit der Pinguine zusammenfällt, werden die üblicherweise besuchten Kolonien vermutlich mehr als 100 Mal pro Saison gestört, erklärt Giese. Jedes Mal, wenn sich ein Mensch bis auf fünf Meter einem brütenden Pinguin nähert, beschleunigen sich dessen Herzschläge um 52 Prozent. Überfliegt ein Helikopter in der empfohlenen Höhe von 1000 Metern die Kolonie, dann reagieren die Pinguine dramatisch, laufen herum und verbrauchen jene Energie, die sie im Grunde benötigen, um in der extremen Umwelt zu überleben.

Die australische Regierung hat nun kürzlich den Mindestabstand zwischen Mensch und Tier auf zehn Meter verdoppelt und die vorgeschriebene Überflughöhe für Helikopter vergrössert, allerdings nur für ihre eigenen Expeditionsreisen. Die kommerziellen Reiseanbieter zeigen Widerstand, die Fünf-Meter-Regel zu ändern, stellt Giese fest. Die Fotos in den Reiseprospekten zeigten Menschen in unmittelbarer Nähe der Tiere. Dies wecke hohe Erwartungen bei den TeilnehmerInnen solcher "Öko"-Reisen.

Die Reiseanbieter haben in den 90er Jahren Massnahmen zur Selbstregulierung im Rahmen der "International Association of Antarctic Tour Operators" (IAATO) ergriffen. Doch diese Selbstregulierung funktioniere nicht mehr, unter anderem weil die IAATO lediglich kleinere Schiffe mit weniger als 400 Passagieren zu ihren Mitgliedern zählt, sagt ein Diplomat des "Antarctic Treaty System" (ATS) gegenüber dem Internet-Nachrichtendienst "The Antarctican". Es sei angesichts der Trends im Tourismus durchaus denkbar, dass die negativen Auswirkungen des Tourismus wieder ein Traktandum innerhalb des ATS werden. Neue Rahmenbedingungen könnten sich längerfristig aufgrund des Flughafens ergeben, den die australische Regierung bis Ende 2001 für ihre Forschungsreisenden in der Antarktis bauen will. Der Vorschlag stösst in Australien auf grosses öffentliches Interesse - nicht zuletzt aufgrund der wachsenden Erwartung, dass in nicht so ferner Zukunft die TouristInnen den vereisten Kontinent nicht nur überfliegen, sondern auch auf ihm landen können.

Quellen:

Environmental News Service vom 3.2.2000
http:// ens.lycos.com/feb2000/2000L-02-03-01.html
The Antarctican vom 5.1.2000, 28.11.1999 und 1.11.1999
http://www.antarctican.com

Andere weiße Vögel: Chionis Alba

Eine andere schneeweiße Vogelart (sieht zwar aus wie eine Möve, ist aber überhaupt keine) werdet ihr diesen Sommer noch öfters zwischen den Pinguinen rumwuseln sehen. Es ist ein Weißgesichtsscheidenschnabel (Chionis Alba).

Ob ihr ihn z.B. auf diesem Bild entdecken könnt? ==> vor dem Steinhaufen in der kleinen Öffnung und links davor ein zweiter Vogel, offensichtlich ein Pärchen?


Weitere Aufnahmen:







Interessant ist die enge Vergesellschaftung dieser Art mit Pinguinen und Robben. Die Art ist übrigens nicht mit Möven verwandt. Wenn ich mich recht erinnere, ist es der einzige Vogel der Antarktis, der sich hauptsächlich auf dem Boden aufhält (außer den Pinguinen natürlich ;-) Muß aber noch mal etwas rechervieren, was es mit dem bemerkenswerten Tier auf sich hat. (Zugvogel?, usw.)


Mehr Infos zu dieser bemerkenswerten Vogelart:
http://naturkunde.museum.com/


Hier noch zwei Bilder:
http://www.arcticphoto.co.uk/ft0051-00m.jpg
http://www.arcticphoto.co.uk/pd0030-00m.jpg

Mittwoch, November 03, 2004

Klima-Erwärmung lässt Tiere der Antarktis hungern ?

London (dpa) - Walen, Robben und Pinguinen in der Antarktis droht möglicherweise eine Hungersnot, weil der Bestand an antarktischem Krill drastisch geschrumpft ist.

Die Zahl der Kleinkrebse, die einen zentralen Platz in der antarktischen Nahrungskette haben, sei seit den 70er Jahren um etwa 80 Prozent gesunken, berichten Angus Atkinson vom British Antarctic Survey und Kollegen im Fachjournal «Nature» (Bd. 342, S. 100) von diesem Donnerstag. Ursache dafür sei vermutlich die Klimaerwärmung, die das Eis schmelzen lasse.

Die Lufttemperatur auf der antarktischen Halbinsel sei in den vergangenen 50 Jahren um mehr als 2,5 Grad Celsius gestiegen - fünf Mal stärker als im weltweiten Durchschnitt. Dies habe zu einer großen Eisschmelze geführt. Die unter dem Eis lebenden Algen seien jedoch die Hauptnahrungsquelle des antarktischen Krills (Euphausia superba), was vermutlich den dramatischen Rückgang des Krillvorkommens erkläre.

Das Krillsterben wiederum ist nach Darstellung der Forscher möglicherweise der Grund dafür, dass die Bestände mehrerer Pinguinarten in den vergangenen Jahren geschrumpft sind. Auch zahlreiche andere Tierarten sind vom Krillschwund betroffen. Da der südliche Ozean ein wertvoller Fischgrund sei, drohten außer den Umweltfolgen auch wirtschaftliche Konsequenzen

Klimakonferenz Peking

-----> Polar-Eis schmilzt immer schneller



Und in diesem Artikel geht es zwar über eine Studie der möglichen Veränderungen der Arktis durch den menschenverurschten Klimawandel, doch lesenswert allemal:

-----> Arctic Climate Impact Assessment

Schöne Fotos von Eselspinguinnestern

http://www.coolantarctica.com/gallery/penguins/gentoo_penguin1.jpg
http://www.westnotts.ac.uk/polarchallenge2004/images/gentoos.jpg
http://www.ch4549.org/antarcti/images/bird04.jpg
http://www.biosbcc.net/ocean/marinesci/04benthon/AAimg/064gefeed2.jpg
http://tea.rice.edu/Images/cowles/cowles_06.gentoo.sm.JPG.jpg